In den letzten Tagen kann man sich ja nochmal ein wenig Abwechslung im Strandleben gönnen und die große Sanddüne in Bolonia mit Blick auf Marokko besuchen.
Gestern wurde schön fleißig am Strand gefeiert. Diesmal aber mit Unterstützung der einheimischen Bevölkerung. Am Feiertag von "San Juan" wurden gestern mehrere Holzpuppen am Strand verbrannt und inoffiziell wohl noch so einiges anderes in kleineren Feuern... Dem Geruch nach zu urteilen hauptsächlich Plastiktüten und anderer Müll, und natürlich auch: unsere Wünsche. 3 Stück auf ein Stück Papier geschrieben und ab damit ins Feuer. Einer wird dann in Erfüllung gehen. Pünktlich um Mitternacht gabs dann noch ein Feuerwerk.
Scheint ein spanisches Hobby zu sein an Feiertagen Puppen (fortschrittlich!! das war mal anders) zu verbrennen und ein Feuerwerk zu machen. Kam mir von Carnaval und einem anderen Feiertag sehr bekannt vor...
apropos verbrennen
PS: "Nobody expects the SPANISH INQUISITION!"
Die "Event"-isierung der Gesellschaft zwingt uns auch hier im bewegungsgemäßigten Spanien dazu ab und zu doch mal etwas bewegtere, moderne Subkultur einzuführen. Des Meeres langsam überdrüssig und durch die Abwesenheit eines kostenlosen öffentlichen Süßwasser-Badeortes von der Idee einer wässrigen Abkühlung besessen, war die einzige Möglichkeit dem Druck der Jugendkultur und dem Erfrischungsdrang nachzugeben, die Idee des Flashmobs aufzugreifen und etwas mehr in Richtung "Splash" zu verschieben. Da in der heutigen, kurzlebigen Welt Zeit ein kostbares Gut ist, sollten 2 Minuten ausreichend sein, um den, dem heiligen Antonius gewidmeten Platz im Zentrum der Altstadt unter Wasser zu setzen.
Es übersteigt gerade meine Facebookkenntnisse, ob jemand das Video hier sehen kann
Abgesehen davon, dass ich mich fühle, wie vor einen Fön gesetzt hat sich meine Temperaturanzeige von einem angenehmen Sonnensymbol
zu einem "blutdurchtränkten" Thermometer gewandelt !!
Da meine Gäste ein wenig reiselustig waren, haben wir uns am WE einen Wagen gemietet und sind in einer kurzen (2-Tage) Andalusientour durch alle Dörfer getingelt, die noch auf meiner Bucket-List standen. dh:
Jerez de la Frontera: Auto abholen am Aeropuerto (war nicht auf der Liste, aber immer wieder schön: Kaffee für unerhörte 1,55€, der eher nach Spüli als nach Kaffee schmeckt)
Grazalema
Grazalema: lag auf dem Weg und bot sich als Imbisspause an
Ronda
Ronda: das eigentliche Ziel der Reise... ziemlich touristisch, aber gut :)
div. Miradore(Aussichtspunkte) auf der A-369: sehr schnieke Aussichten auf die Berge und auf den letzten sogar bis aufs Meer nach Gibraltar und nach Afrika...
Jimena de la Frontera: fürs Abendessen angehalten. "Altes tradtionelles Dorf -> traditionell Tapas Essen!" hatten wir uns gedacht und flott ne Pizza im italienischen Restaurante mit dem überaus italienischen Namen "Bar España" gegessen!
Landstraße in der Nähe von Gaucín
Mirador: ein paar Kilometer zurück zu einem Aussichtspunkt, der etwas abgelegen von der Straße war, um die Nacht im Zelt/Auto zu verbringen.
Gaucín: Frühstück bei einem unendlich glücklichen Barbesitzer, der wohl selten Kundschaft hatte. Geld wechseln konnte er nicht, da seine Frau noch schlief und für die Kasse zuständig ist ;)
Gibraltar: Freakdorf revisited. einfach nur mal schnell zum Morrissons und Alkohol/Zigaretten eingekauft.
Gibraltar
Reihenhäuser in Algeciras
Vorbeifahrt an Algeciras: die Stadt mit der niederschlagensten Reiseführerbeschreibung, die ich bisher gehört habe: alle Adjektive von "hässlich, unansehnlich, kriminell, dreckig" bis ich glaube sogar "meidenswert" (wenn das ein Wort ist!) waren in der Beschreibung vorhanden.
Tarifa: südlichster Punkt Europas. Darf natürlich nicht fehlen, auch wenn so ein im Surferstil gehaltenes Touridorf in keinster Weise etwas anderes Sehenswertes zu bieten hat.
Jenny am südlichsten Punkt Europas
die Drei von der Sanddüne
Zahara de los Atunes: kleines, halbtouristishes Fischerdorf. kurzer Strandaufenthalt.
Am Donnerstag abend gabs bei mir direkt um die Strassenecke auf dem Plaza San Antonio das "Primer Festival Internacional de la Libertad de la Expresión" (Internationales Festival zur Meinungsfreiheit). Umsonst und direkt um die Ecke. Was will man mehr. Und dann auch noch mit der ersten spanischen Band die mir gut gefallen hat: Jarabe de Palo - La flaca